Stadtrundgang und -museum Villach

Aus Kärnten: SHG-Gemeinsam statt einsam Villach

Die geplante Rundfahrt mit Frühstück über den Ossiacher See mussten wir auf nächstes Jahr verschieben. Stattdessen machten wir am 18. September in Villach eine Stadtführung und besuchten danach noch im Stadtmuseum eine empfehlenswerte Sonderausstellung.

Den Namen der Stadt Villach gibt es seit 1060. Unser Rundgang begann beim Franziskanerkloster mit der Franz-von-Assisi-Statue. Auf einer Miniaturansicht konnten wir die Stadtmauer mit den Toren sehen.

Danach ging es in die Ledergasse, die von Gerbern & Ledererzeugern den Namen erhielt. Auch heute arbeitet dort wieder ein Lederer. Am Kaiser Joseph Platz erfuhren wir, dass die großen Steine am Hauseck Schutz vor Beschädigungen durch Fuhrwerke boten. Drei Waffenkugeln, die in die Wand sichtbar eingemauert sind, erinnern an die Zeit  Napoleon. In einem schönen, alten Innenhof gibt es Abbildungen von Paracelsus jun. und sen.

Beim Stadtrundgang in Villach

Dann gingen wir ins Stadt-museum zu der Sonderausstellung „Wie Kriege enden“. Im Gedenken zum 80-jährigen Ende des 2. Weltkriegs werden hier Stücke aus der Sicht von Opfern, Zivilisten und Friedensstiftern ausgestellt. Im Vergleich mit fünf weiteren Kriegs-enden wir eingeladen in die Zukunft zu blicken. Frieden ist nicht selbst-verständlich, aber jeder kann einen Beitrag leisten um Kriege zu verhindern.

Der einfache Soldat Franz Arneitz, hielt  die Vorkommnisse in seinem Tagebuch fest. Es zeigt eine andere Sicht aus dem „Kriegsalltag“. Propaganda-plakate, Erinnerungen an die Reichs-kristallacht (antisemitische Gewalttaten in der Nacht vom 9. auf den         10. November 1938) wirken erschreckend. Daneben sahen wir Soldatenkleidung, ungeöffnete Esspakete, ein von Sibirien bis Kärnten getragenes Soldatenhemd, ein mit Schüssen durchlöchertes Auto aus der Ukraine, aus Fahnen genähte Kinderröcke und noch viel mehr.

Soldat Franz Arneitz

Diese lehrreiche Ausstellung sollte für jeden ein Muss sein. Es werden viele professionell interessante Führungen angeboten. Dafür gebührt dem Museumsdirektor Dr. Andreas Kuchler unser große Dank.

Schließlich beendeten wir dieses beeindruckende SHG-Treffen in einem Café. Im November ist der Besuch von der Schokoproduktion in Friesach und im Dezember ein Treffen am Weihnachtsmarkt geplant. Die Termine machen wir uns dafür kurzfristig untereinander aus.

 

Martina Bergner, Wernberg, Terlach