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Treffen in Zwettl zahlt sich aus

Treffen in Zwettl zahlt sich aus

SHG-SHT Waldviertel:

Das ganz zentral gelegene Café Süd in Zwettl war am Samstag, dem 12. November wieder der Treffpunkt unserer Gruppe. Wir freuten uns, dass diese Veranstaltung wieder möglich war und sprachen von unseren Familien sowie besonderen Begebenheiten. Dabei stärkten wir uns mit einem kleinen bis teilweise auch großem Imbiss und weil es das letzte Treffen im heurigen Jahr war, gab es für alle Teilnehmer ein kleines Geschenk – es war ein 9er-Pack duftende Teelichter.

In unserem Stübchen gegenseitige Hilfe anvertraut

Da Silvia, Andrea, Gerti und Peter letztes Mal verhindert waren, wollte ich ihnen auch ein bisschen Zwettler Kultur zeigen. So gingen wir in die diagonal gegenüber liegende Stadtpfarrkirche, wo gerade eine Andacht war und wir kurze Zeit daran auch teilnehmen durften.

Danach verabschiedeten wir uns ganz herzlich mit den besten Weihnachts- und Neujahrswünschen. Unser nächstes Treffen findet am 14. Jänner 2023, wieder um 14.00 Uhr im Café Süd statt. Habt einen guten Start ins neue Jahr,

Ingrid Kellner, Purk

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20. GV Verein Netzwerk Gehirn OÖ

20. GV Verein Netzwerk Gehirn OÖ

Sehr gut besucht war am die 20. Generalversammlung unseres Vereins am 19. November. Im Anschluss fand beim gemütlichen Ausklang in unserem Stammlokal bo´s ein reger Austausch statt.

Danke an das BBRZ für kostenfreien Seminarraumes

Der ehrenamtliche Vereinsvorstand vom Netzwerk Gehirn OÖ, von links nach rechts: Heinz Hierzer, MAS (Kassier); Gabi Winzer (Schrift-führerin); DI Uli Schmidt (Schriftführ.-Stv.); FA Dr. Arthur Bernhard Brucker (Obfrau-Stv.); Christa Breinesberger (Obfrau); Gerald Hohensinn (Kassier-Stv.); Roland Hierzer (Obfrau-Stv.)

 

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Ausflüge nach Trautenfels und Admont

Ausflüge nach Trautenfels und Admont

Wir sind eine sehr unternehmungslustige Gruppe. Neben unseren regulären monatlichen Treffen machen wir nämlich auch immer wieder interessante Ausflüge. Von zwei dieser besonderen Aktivitäten möchten wir gerne berichten.

Mit der „Geschichte der Medizin“ beschäftigt sich eine Ausstellung auf Schloss Trautenfels in der Obersteiermark. Das Thema Medizin interessiert uns auch aus der persönlichen Geschichte heraus. Robert ist der große Organisator unserer Gruppe und nahm auch gleich alles in die Hand. Somit machten wir uns in seinem Auto an einem herbstlichen Samstag im Oktober auf den Weg nach Stainach-Irdning, wo weitere Teilnehmer  in unsere Gruppe dazukamen.

Grimming im Ennstal

Das Schloss Trautenfels erhebt sich stolz gegenüber dem Grimming über dem Ennstal. Die erste Erwähnung fand es im 13. Jahr-hundert und erlebte in den nachfolgenden Jahren eine wechselvolle Geschichte. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts dient es als Museum. 2015 wurde es in den Verbund des Museums Joanneum eingegliedert (siehe : https://www.museum-joanneum.at/schloss-trautenfels).

So interessant die Ausstellung auch war - noch besser hat uns das nachfolgende Mittagessen gefallen. Am Teich unterhalb des Schlosses gibt es das kleine und sehr feine „Fischrestaurant Schlossteichstüberl“, das immer über Wochen voraus ausgebucht ist. Wir aßen Fisch vom Feinsten, unterhielten uns köstlich und fühlten uns wie Schlossherren und -frauen. Vielen Dank an Robert, der uns wieder gut nach Hause gebracht hat.

Der nächste Ausflug führte uns zum Benediktinerstift Admont (Stmk). Dieses wurde im 11. Jahrhundert gegründet und ist bekannt für seine wunderschöne barocke und weltgrößte Klosterbibliothek (https://stiftadmont.at/). Es ist ein Zentrum an Geschichte, Wissen und Schönheit aus vielen Jahrhunderten. Man steht staunend inmitten dieser vielen Kunst und Kultur. Es fehlen einem die Worte…

Bibliothek im Stift Admont

Nach dem Staunen ging es natürlich wieder ans Genießen. Diesmal waren wir im Gasthof „Zur Ennsbrücke“ (: www.pirafellner.at), wo Franz und Monika vorab einen Tisch für uns reserviert hatten. Bei netten Gesprächen und viel Lachen verspeisten wir regionale Köstlichkeiten. Am späteren Nachmittag ging es wieder zurück zum Adventmarkt im Stift Admont, wo wir uns bei dem einen oder anderen Glühwein in vorweihnachtliche Stimmung brachten. Wieder war es Robert, der uns sicher nach Hause brachte. Voller neuer Eindrücke waren wir als Gruppe ein weiteres Stück zusammengewachsen. Schön war´s und wir werden sicher bald wieder etwas unternehmen.

Unsere nächsten Trefftermine: * Di 7. Februar + Di 7. März 2023. Beginn ist jeweils um 17.30 Uhr. Bitte um Anmeldung Tel: 0664/1150 117.

Mit den besten Grüßen aus der Steiermark

Hedwig Brandtner
für die SHG für Aphasiker Steiermark www.aphasie-stmk.at

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Ein Sturz mit sichtbaren Folgen

Ein Sturz mit sichtbaren Folgen

Letzthin sorgte ich wieder für Aufregung im Fitnesscenter „vital PLUS“ in Lauterach. Es gibt dort eine Therapie-Abteilung, wo ich schon seit über 23 Jahren regelmäßig Physio-Therapien mache. Jeden Freitag um 8.15 Uhr habe ich diese Therapie.

Alle Achtung in „vital PLUS“ von Lauterach

Kürzlich war ich die Erste, die schon um 7.00 Uhr die Einrichtung betrat. Ich steckte meine Karte in den Check-in-Schalter und als ich in Richtung Damenumkleide einen Schritt weiterging, blieb mein linker Fuß einfach am Boden stehen. Mein rechter Fuß machte einen Schritt weiter, wodurch ich umfiel. Aufgrund meines fehlenden Gleichgewichts und Koordinationsproblemen, fiel ich um wie ein Brett und landete direkt auf dem Gesicht am Boden.

Gott sei Dank waren zwei Männer hinter mir. Sie trainieren schon seit ewigen Zeiten dort und kennen mich daher bestens. Sie stellten mich ganz vorsichtig auf und brachten mich links- und rechtsarmig festhaltend zur Sitzgelegenheit in der Umkleide. Sie setzen mich langsam hin und rieten mir, sitzen zu bleiben, bis sich mein Kreislauf wieder verbessert hat.

Als ich mich wieder wohler fühlte, wackelte ich in die Therapie-Abteilung - so sah mein Gehstil aus. Dort waren alle natürlich über meinen Sturz bereits informiert. Sturzbedingt quälte mich mein Physio-therapeut Martin diesmal nicht mit anstrengenden Kraft- und Gleichgewichtsübungen. Stattdessen massierte er mich – oh, wie fein.

Meine Stirn hatte auch schon eine Beule. Deshalb gab mir die Mitarbeiterin Carola eine Eispackung, wodurch die Schwellung abgekühlt wurde.

Danach lief alles wie freitags üblich. Ich fuhr mit meinem Smart zur Firma Doppelmayr, um in meinem Büro zu arbeiten. Meine Arbeitskollegin erschrak, als sie meine Beule sah. Sie konnte überhaupt nicht verstehen, dass ich nach diesem Sturz noch arbeiten wollte. Aber ich dachte gar nicht daran, deswegen heimzugehen.

Diese blauen Flecken waren wirklich nicht zum Übersehen

Aber als ich dann am nächsten Morgen mein Gesicht im Spiegel sah, traf mich fast der Schlag. Neben der Beule - wie von einem Einhorn - war mein linkes Auge und Kinn blau geworden. Es hatten sich dort ziemlich auffällige Hämatome entwickelt.

Okay, diese Sturzfolgen haben mich zwar noch eine Zeit lang sichtbar begleitet, aber halb so schlimm. Das Leben geht weiter, selbst wenn ich ab und zu einen Sturz baue.

Barbara Ghesla, Fußach

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Ein Ausflug in die Frühzeit – MAMUZ Museum Mistelbach

Ein Ausflug in die Frühzeit – MAMUZ Museum Mistelbach

SHG-SHT Hollabrunn

Eine kleine interessierte Gruppe hat am 13. November einen Kurzbesuch in der Frühzeit vom MAMUZ Museum Mistelbach gemacht. Die Begeisterung unseres Kulturvermittlers für die wunderschönen Ausstellungsstücke und die Geschichten dahinter war ansteckend.

Damals wie heute war einem unterschiedlich warm

Hier ein paar fachliche Informationen: Mit dem Aufkommen des neuen Werkstoffs Eisen kam es im 8. vorchristlichen Jahrhundert zu fundamentalen Umbrüchen in der Gesellschaft. Diese schlugen sich in zahlreichen technischen, wirtschaftlichen und religiösen Neuerungen nieder. Mit einzigartigen archäologischen Objekten und spektakulär nachgemachten Gegenständen vermittelt die Ausstellung unvergessliche Eindrücke von den ersten Königreichen Mitteleuropas.

„Die Hallstattkultur ist ein enorm faszinierendes Phänomen. Sie umfasste weite Teile Mitteleuropas, von Frankreich bis nach Ungarn. Ihre Nachbarn im Süden waren die Etrusker und die Griechen, mit denen man nicht nur Handel betrieb, sondern auch in einem regen Ideenaustausch verbunden war. Die Ausstellung in Mistelbach ist eine spannende Spurensuche nach den Eliten der frühen Eisenzeit, die für ihre Repräsentationskultur einheimische Traditionen mit neuartigen Ideen aus dem Mittelmeerraum verbanden“, so Franz Pieler, wissenschaftlicher Leiter des MAMUZ.

Einige der schönsten Kleider + Wagen aus der Menschheitsgeschichte

Mich hat besonders beeindruckt, wieviel Ehre den Frauen damals entgegengebracht wurde. Die wertvollsten Gewänder und Grabbeigaben hat man in Frauengräbern gefunden, die im Weinviertel in den Hügelgräbern freigelegt wurden.

Wir lassen in der kalten Jahreszeit das eigentlich nächste Treffen im Jänner aus. Im März, wenn die Narzissen endlich blühen, sehen wir uns wieder. Wer mehr darüber wissen will, ruft mich bitte telefonisch an Tel: 0664/223 44 10

Maria Kvarda, Kleinstetteldorf

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Kompetenzzentrum + Adventmarkt besucht

Kompetenzzentrum + Adventmarkt besucht

In Wernberg gibt es ein Kompetenz-zentrum für Menschen mit SHT, das unsere SHG „Gemeinsam statt einsam“ aus Villach am 25. November besuchte.  Eröffnet wurde es am 23. Oktober  2020 und hat 12 Plätze in der Tagesstätte, geöffnet von 8.00 - 16.00 Uhr. Es gibt großzügige Therapie-, Ruhe- und Gemeinschaftsräume zur Verfügung. Am Vormittag wird gearbeitet. Dies ist unterteilt in Haushalts-, kreative- und Gesundheits-Gruppen, erklärte uns Matthias Eder.

Selbstbasteleien

Die Bewohner sind selbst- und nicht fremdbestimmt. Einige Klienten arbeiten zeitlich begrenzt in Firmen mit. Für Einkäufe, Pflege der Wohnung ist Unterstützung bei Bedarf möglich. Das Zentrum ist ein großes, lichtdurchflutetes Gebäude in guter Infrastruktur. Gottseidank gibt es diese Einrichtung - Bedarf wäre für mehrere vorhanden.

In der Nacht schüttelte Frau Holle sachte ihre Kissen! Danke dafür, denn die weiße Pracht verlieh dem Adventmarkt in Villach am 16. Dezember noch mehr weihnachtliche Stimmung. Gemütlich spazierten wir gemeinsam durch den Park, bewunderten die Beleuchtung, staunten über die Ausstellung vieler Kunststücke aus Ton, Holz und Glas. Walter reservierte uns inzwischen am Glühweinstand einen Sitzplatz, wo wir uns die Hände aufwärmten. Der Punsch sowie Glühwein schmeckte hervorragend. In diesem Ambiente tauschten wir Gedanken und Erinnerungen über die Adventzeit einst und jetzt.

Jännertermin: zeitlich spontan treffen wir uns entweder in der Praxis oder besuchen ein Kino oder die „neuebühnevillach“.

Martina Bergner, Wernberg, Terlach

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HVV-Café, Sozialadvent und Jahresausklang

HVV-Café, Sozialadvent und Jahresausklang

Bei unserem letzten HVV-Café am 18. November im „magdas Lokal“ in Klagenfurt gab es viel Vergnügen und von unseren Kolleg:innen viel Neues zu erfahren. Die nächsten Treffen sind am 20. Jänner, um 15.00 Uhr in der Konditorei Hahn, St. Veit und am    10. Februar, ab 10.00 im Café Lebensg´fühl, Spittal (Bahnhofstr. 22a). Wer noch Fragen hat oder/und sich anmelden möchte, bitte um Anruf bei der Koordinatorin Maria Liebhart Tel: 0664/431 0382

„HIRNverletzt vernetzt“ war heuer beim Villacher Sozialadvent vertreten. Am 12. Dezem-ber hatten wir nach-mittags die Hütte betreut. Jahr für Jahr schließen sich Vereine der Region zusammen und bieten kulinarische sowie eventbezogene Highlights. So konnten auch wir dieses Jahr daran teilnehmen und viele Infos von uns weiterleiten.

Am 18. Dezember besuchten wir den „Stillen Advent“ in Pörtschach. Mit Punsch und Maroni ließen wir das Jahr ausklingen.

Wir freuen uns schon auf ein schönes Neues Jahr, in dem wir wieder viel unternehmen werden.

Maria Liebhart, Birgit und Ricarda Motschilnig, Klagenfurt

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Eine Dienstreise mit Folgen

Eine Dienstreise mit Folgen

Es war der 20. September 2018, an dem ich mich bereits gegen 5.00 Uhr auf den Weg gemachte hatte. Mein Ziel war ein Kunde in Bayern. Vor dem Heimweg vom Kunden verständigte ich noch meine liebe, goldene Gattin Dorothea, um meine Rückkunft anzukündigen.

Mit meiner goldenen Gattin Dorothea

Leider war alles anders gekommen als geplant. Dieses Ereignis passierte am frühen Nachmittag, das mich auf der deutschen  Autobahn A3 zum Stillstand brachte. Mein Firmenauto stieß mit einem LKW zusammen und es kam zu einem Totalschaden.

Irgendwo muss mein Kopf noch den nötigen Platz gefunden haben, um nicht gänzlich zerdrückt zu werden. So heimste ich mir schwere Kopfverletzungen mit Gehirnblutung, Knochenbrüchen sowie Trauma an der Schulter und im Nacken ein. Da die Atmung zu wünschen übrig ließ, wurde ich umgehend in den Tiefschlaf versetzt und per Helikopter ins Klinikum Passau (D) geflogen.

Es folgten sechs Tage auf der Intensivstation, ehe ich auf die Normalstation verlegt wurde. Noch immer wurde ich künstlich ernährt. Es folgten zwei Operationen, einmal um das Gesicht mittels Plattierung zusammenzubauen und um den Kiefer zu stabilisieren. Dabei mussten auf Grund zu starker Beschädigung auch Knochenteile entfernt werden. Es wurde auch das linke Augenbecken neu geformt und so manche Stelle neu zementiert. Auch die Nase wurde am richtigen Ort wieder eingesetzt. So kann ich nur den operierenden Arzt zitieren, der von meinen Splitterbrüchen im Gesicht, über die Stirne bis zum Schädeldach sprach. Die zweite OP war die Öffnung des Schädeldaches, um das vom Gesichtsschädel abgerissene Mittelgesicht wieder an besagtem zu befestigen. Lange konnte ich nicht sehen. Monate später dann Schatten und Umrisse wahrnehmen.

Es sollten Jahre folgen, wo ich Doppelbilder wahrgenommen hatte. Alleine fortbewegen ging über Monate hinweg überhaupt nicht, dann mit Rollator und später führte mich Dorothea.

Die Entlassung aus dem Klinikum war eine sehr spannende Vorgangsweise und völlig anders verlaufen, als dies sein sollte. Ich erhielt leider keinerlei Übergangsbetreuung. So war ich als Österreicher im Ausland wahrscheinlich sprichwörtlich durch den Rost gefallen und verbrachte die nächste Zeit zu Hause liegend und wartete tagtäglich bis Dorothea von der Arbeit nach Hause kam, damit ich endlich Flüssigkeit zu mir nehmen und die Notdurft verrichten konnte. Das Essen wurde püriert und zusätzlich noch mit Milch aufgegossen, damit ich irgendetwas zu mir nehmen konnte.

Nach drei Monaten war Weihnachten und ich konnte zum ersten Mal mit einem Strohhalm trinken. Da es mir aber noch nicht viel besser ging, musste ich im Klinikum Wels vorstellig werden, wo der Schreck des Grauens über mich hereinfiel. So wurden mir in der Kieferambulanz die unterstützenden Spangen förmlich rausgerissen. Ich schmeckte immer nur das Blut, das mir aus dem Mund gelaufen war. Dann ging es weiter in die Augenambulanz, wo ich nach anfänglicher Ablehnung doch noch vom ärztlichen Leiter der Abteilung empfangen wurde. Ein Blick auf mein Geburtsdatum, ich war gerade 45 Jahre alt, war für ihn der Hinweis auf seine Diagnose: „Willkommen im Club! In ihrem Alter benötigen viele eine Brille“.

All das war für mich eindeutig zu viel. Es wurden Grenzen weit überschritten. Auf meinem Wunsch erhielt ich alle weiteren Untersuchungen im Uniklinikum Innsbruck, die mit Passau zusammen-arbeiten. Die Betreuung war vorbildlich, überaus nett und auch kompetent ebenso in der Sehschule und Augenambulanz. Das gab mir Zuversicht. Noch heute, vier Jahre nach meinem Unfall leide ich unter vielerlei Einflüssen. So hatte ich bereits zwei Mal versucht, wieder meinen vorherigen Job aufzunehmen. Jedoch ist dies, beide Male geplatzt, da die Belastbarkeit nach wie vor nur äußerst gering ist.

Die Folgen der Anstrengung und Überlastung führen zu Ohnmachtszuständen, die anfallsartig daherkommen. In meinen Therapien lerne ich diese Anfälle im Vorfeld zu erkennen und so zu vermeiden. Nach wie vor begleiten mich die Psycho-, Physio-, Cranio Sacrale-, Jin Shin Jyutsu-, Floating-, Musik- und Blumentherapie sowie  Energetik, Entspannungstraining und Homöopathie. Neu ist noch die Aromatherapie, die von meinen Ärzten empfohlen wird.

Jetzt bin ich in Berufsunfähigkeitspension, benötige eine persönliche Pflegekraft und hoffe noch immer, irgendwann meinen Kopf wieder gänzlich aufrecht tragen zu können. Ohne meine Dorothea und meinem Kampfgeist wäre ich erst gar nicht so weit gekommen. Mein Tipp an Betroffene ist: nie locker zu lassen, alles versuchen, einmal, zweimal oder öfter, denn nur so kommt man weiter, auch wenn es nur kleine Schritte sind. Große Schritte, das habe ich durch Achtsamkeit lernen müssen, sind ohnehin kontraproduktiv.

Wolfgang H. Mehlig, St. Konrad (OÖ)

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Wir werden Ruth  nie vergessen

Wir werden Ruth nie vergessen

Auch wenn Ruth Leutgeb schon lange keine Treffen mehr mit der Selbsthilfegruppe für Schädel-Hirn-Trauma und Schlaganfall in Vorarlberg durchgeführt hatte, wollte doch niemand an diese schreckliche Nachricht denken. Martin, der Partner von Ruth´s Tochter Alexandra hatte mich am Anfang des Monats angerufen und berichtet, dass Ruth uns verlassen hat. Vielleicht war es eine Erlösung für ihre schwere Krankheit, aber so ein trauriges Ende will niemand wahr haben.

13.2.1949 – 4.10.2022

In den SHT-News 5/2001 berichtete Ruth zum ersten Mal von der Vorarlberger SHG für SHT. Am 17. Juli war es zu einem ersten Treffen dieser Gruppe in Dornbirn gekommen. Auch ich war bei dieser Veranstaltung dabei, die damals in den Räumen des Club Antenne stattfanden. Trefftermin war damals immer am ersten Dienstag im Monat um 18.00 Uhr.

Anfangs setzte sich Ruth mit Dr. Annemarie Bösch-Niederer sehr zuverlässig für diese SHG ein. Selbst nachdem die Kollegin damit aufhörte und auch nach dem Tod von Ruths Gatten war für Ruth an noch kein Ende zu denken. Aber als Ruth schließlich selbst krank wurde, fand sich leider kein/e Nachfolger/in.

Es ist die Zeit gekommen, die Hand loszulassen – doch niemals den Menschen. Im stillen Gedenken …

 

Sigrid Kundela, im Namen all unserer Freundinnen und Freunden

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„GBS –  Warum ausgerechnet ich“

„GBS – Warum ausgerechnet ich“

Am 5. Oktober durften wir Monika Fabian als Gast bei unserem SHG-Treffen begrüßen. Sie hatte vor einigen Jahren die Diagnose Gulliain Barre Syndrom (GBS) annehmen müssen. Nach ihrem langen Weg zur Genesung hatte sie ein Buch mit dem dem Titel „GBS Warum ausge-rechnet Ich“ geschrieben. Wie ich mit der Krankheit GBS in der Corona Pandemie umge-gangen bin. Das Buch ist am 20. Juni 2022 er-schienen. (Laut Internet: Das Guillain-Barré-Syndrom ist ein akut auftretendes neurologisches Krankheitsbild, bei der es zu Muskelschwäche kommt. Diese Schwäche verstärkt sich gewöhnlich innerhalb einiger Tage und geht dann allmählich von selbst zurück oder verschwindet glücklicherweise wieder ganz. Trotz Behandlung kann es aber auch zur totalen Lähmung und zum Tod führen.

Verlag: Books on Demand - ISBN-13: 97837543836

Das nächste Treffen: 1. Dezember 2022, um 15.00 Uhr im LKH Graz II, Standort Süd, Seminarzentrum, vormals LSF. Info + Anmeldung unter Tel: 0664/250 01 63 und/oder www.shg-sht-schlaganfall-stmk.at

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